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Auf Grönland passiert dasselbe wie in der Antarktis. Schmelzwasser hat es auf diesem Eisschild immer gegeben, aber jetzt treten viel grössere Mengen auf und es bedeckt einen viel grösseren Teil der Eisfläche.
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Die Wissenschaftler glauben, dass dieses Schmelzwasser genau wie auf der Antarktischen Halbinsel bis zum Boden durchsickert. Dabei entstehen im Eis tiefe Spalten und Löcher, so genannte Gletschermühlen.
Wenn das Wasser den Boden erreicht, wirkt es auf dem felsigen Untergrund wie ein Schmiermittel, und die Eismasse wird destabilisiert. Die Befürchtung ist, dass das Eis in der Folge schneller ins Meer abfliesst.
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Die Illustration oben zeigt, wie Schmelzwasser sich über Spalten und Gletschermühlen einen Weg durch das Grönlandeis bahnt. Das Bild unten von einer Gletschermühle – ein mächtiger Sturzbach von frischem Schmelzwasser auf dem Weg zum felsigen Untergrund. Die Grössenordnung wird deutlich, wenn man die Wissenschaftler am oberen Bildrand betrachtet.
Mit den jahreszeitlichen Schwankungen der Temperatur gab es schon immer Schmelzwasserbildung, und auch Gletschermühlen sind kein neues Phänomen. Aber das war nichts im Vergleich zu dem, was derzeit passiert. Im Lauf der letzten Jahre hat sich der Schmelzprozess gefährlich beschleunigt.
Die auf der linken Karte rot markierten Gebiete zeigen an, wie gross die Abschmelzfläche 1992 auf Grönland war. 10 Jahre später, 2002, war die Abschmelzfläche sehr viel grösser. Und 2005 nahm der Schmelzprozess noch einmal dramatisch zu.
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| 1992 | 2002 | 2005 |
Wenn das Grönlandeis schmelzen oder ins Meer abrutschen würde – oder wenn die Hälfte Grönlands und die Hälfte der Westantarktis schmelzen oder ins Meer rutschen würden, dann würde der Meeresspiegel um 5,5 bis 6 Meter steigen.
David King, ein Berater Tony Blairs, gehört zu den Wissenschaftlern, die seit langem vor den möglichen Folgen dieser Enwicklungen warnen. Auf der Klimakonferenz in Berlin 2004 sagte er:
Sir David King, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung.