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Wenn man vor einem so gewaltigen Problem wie der globalen Erwärmung steht, fühlt mal sich leicht überfordert und ohnmächtig. Man vermag kaum zu glauben, dass der Einzelne tatsächlich etwas ausrichten kann. Gegen dieses Gefühl müssen wir uns wehren, weil wir die Krise nur dann überwinden werden, wenn jeder Einzelne von uns die Verantwortung dafür übernimmt – indem wir uns und andere informieren und aufklären, indem wir unseren Teil dazu beitragen, den Verbrauch und die Verschwendung von Ressourcen zu minimieren, indem wir politisch aktiv werden und Veränderungen fordern. Auf diesen und vielen anderen Wegen kann jeder von uns seinen Teil beitragen.
Auf dieser Seite findet ihr eine Vielzahl praktischer Anregungen, wie ihr die Folgen unseres Hightech-Lebensstils für die Umwelt reduzieren könnt. Wenn ihr euch an diese Ratschläge haltet, könntet ihr sehr wohl feststellen, dass ihr damit nicht nur zu einer globalen Lösung beiträgt, sondern auch selbst profitiert. In manchen Fällen sind die Erträge quantifizierbar: Wer weniger Strom und Sprit verbraucht, spart Geld. Wenn ihr häufiger Rad fahrt oder lauft, ist das gut für eure Gesundheit. Erzeugnisse aus lokalem Anbau bringen mehr Geschmack und Nährwert auf den Tisch. Und wenn wir das natürliche Gleichgewicht der Erde wiederherstellen, schaffen wir damit auch eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkel.
Zunächst kommt es darauf an, zu lernen, wie sich unser Lebensstil auf die globale Umwelt auswirkt. Wir alle tragen täglich zum Klimawandel bei – angefangen von der Energie, die wir zu Hause verbrauchen, bis hin zu den Autos und anderen Fahrzeugen, die wir fahren, von den Produkten, die wir konsumieren, und den Dienstleistungen, die wir in Anspruch nehmen, bis hin zu dem Müll, den wir hinterlassen. Der durchschnittliche Amerikaner erzeugt pro Jahr rund 7000 Kilogramm Kohlendioxidemissionen, ein Pro-Kopf-Anteil, der höher ist als in allen anderen Industriestaaten. Obwohl in den Vereinigten Staaten nur 5 % der Weltbevölkerung leben, sind sie für nahezu ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Wie sich der auf euch persönlich entfallende Anteil an den Treibhausgasemissionen auf das Klima auswirkt, erfahrt ihr unter www.prima-klima-weltweit.de. Dort könnt ihr mit Hilfe eines interaktiven Energiezählers euren aktuelle „Kohlendioxid-Fussabdruck“ errechnen, sprich euren individuellen Beitrag zur Klimaerwärmung. Der Energiezähler kann euch dabei helfen, herauszufinden, welche eurer Aktivitäten die höchsten Emissionen verursachen. Mit diesem Wissen ausgerüstet könnt ihr gezielt Massnahmen ergreifen und an einem kohlendioxidneutralen Lebensstil arbeiten.
Weitere Internetadressen: www.landbrot.de, www.latschlatsch.de/index.php und www.climatecrisis.net (englisch).
Die einfachste Möglichkeit, Emissionen zu reduzieren, finden sich für viele Menschen in ihren eigenen vier Wänden. Der Grossteil der in Häusern und Wohnungen erzeugten Treibhausgasemissionen geht auf die fossilen Energieträger zurück, die zur Erzeugung von Strom und Wärme verbrannt werden. Hier bieten sich zahlreiche Ansatzmöglichkeiten. Das simple Auswechseln von ein paar Glühbirnen kann der erste wichtige Schritt zur Verminderung des Energieverbrauchs sein.
Wer Energie spart, hilft damit nicht nur der Erdatmosphäre, sondern auch seinem Geldbeutel. Wer konsequent auf energieeffiziente Alternativen setzt, kann seine Energierechnung – und seine Treibhausgasemissionen – um über 30 % senken. Viele dieser Massnahmen verursachen keine oder nur geringe Kosten, bei anderen müsst ihr vorab eine kleine Summe investieren, die sich aber durch die Einsparung meist schnell wieder amortisiert. Im Folgenden ein paar konkrete Vorschläge zum Energiesparen rund ums Haus:
Ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs entfällt auf die Beleuchtung. Eine der einfachsten und kosteneffektivsten Methoden, Energieverbrauch, Energiekosten und Treibhausgasemissionen zu reduzieren, besteht darin, die herkömmlichen Glühbirnen in eurem Haus durch Energiesparlampen zu ersetzen. Energiesparlampen passen in die meisten regulären Lampensockel und verstrahlen ein sanftes, warmes Licht, verbrauchen aber viel weniger Strom. Die herkömmlichen Glühbirnen, die in den meisten Häusern brennen, sind extrem ineffizient. Sie wandeln nur 10 % des verbrauchten Stroms in Licht um, der Rest geht in Form von Wärme verloren. Energiesparlampen sind in der Anschaffung zwar teurer, dafür halten sie mit einer Lebensdauer von bis zu 10 000 Stunden zehn Mal länger als normale Glühbirnen und verbrauchen 66 % weniger Strom.
Würde in jedem Haushalt in den USA auch nur eine herkömmliche Glühbirne durch eine Energiesparlampe ersetzt, dann hätte das auf die Luftverschmutzung denselben Effekt, als ob eine Million Autos von den Strassen des Landes genommen würden.
Weitere Informationen: www.thema-energie.de/category/show_category.cfm?cid=30.
Mit am meisten Energie im Haushalt können Verbraucher sparen, wenn sie bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte wie Klimaanlagen, Heizungen, Wasserboiler und Kühlschränke auf die Energieeffizienz achten. Wer sich für energieeffiziente Geräte entscheidet, spart auf Dauer Geld und reduziert seine Treibhausgasemissionen.
Weitere Informationen: www.stromeffizienz.de/index.php?id=117.
Der Kauf energieeffizienter Haushaltgeräte ist zwar ein wichtiger Schritt zur langfristigen Reduzierung der individuellen Treibhausgasemissionen. Ihr könnt aber auch die Effizienz älterer Geräte verbessern. So sollten Kühlschränke nicht neben Wärmequellen wie Backöfen, Spülmaschinen oder Heizungen aufgestellt werden, da sie dann mehr Strom verbrauchen, um dieselbe Kühlwirkung zu erzielen.
Die Kondensator-Rohrschlange von Kühlschränken sollten staubfrei gehalten werden, damit ein ungehinderter Luftstrom durch den Wärmetauscher gewährleistet ist. Ausserdem sollten bei allen Geräten die Filter regelmässig gesäubert oder gewechselt werden.
Ein weiterer Energiespartipp: Lasst Spül- und Waschmaschinen immer nur voll beladen laufen. Wenn ihr Zeit habt, spült euer Geschirr von Hand, und hängt eure Wäsche an der Leine auf, statt den Wäschetrockner einzuschalten.
Weitere Informationen: www.aktion-klimaschutz.de/show_article.cfm?cid=910.
Auf dieser Seite wird auch eine kostenlose Energiehotline für Verbraucher angeboten.
Für Heizung und Kühlung werden durchschnittlich 45 % des häuslichen Energieverbrauchs aufgewendet. Stellt den Thermostat so ein, dass ihr unnötiges Heizen oder Kühlen vermeidet. Wer die Raumtemperatur im Winter nur um ein oder zwei Grad reduziert und die Klimaanlage im Sommer ein paar Grad höher einstellt, erreicht damit auf Dauer ganz erhebliche Einsparungen. Mit einem programmierbaren Thermostat könnt ihr die Temperatur automatisch anpassen, beispielsweise wenn ihr schlaft oder im Büro seid. Installiert, wo immer möglich, „intelligente Zähler“ und informiert euch über die Einsatzmöglichkeiten von Kraft-Wärme-Koppelungssysteme.
Mit einer guten Isolation könnt ihr Wärmelecks eliminieren und dadurch den Energiebedarf und die Ausgaben für Heizung und Kühlung reduzieren. Ein zugiges Haus gibt im Winter warme und im Sommer kalte Luft nach draussen ab, was heisst, dass die Heizungs- und Kühlungssysteme mehr Energie verbrauchen, um angenehme Raumtemperaturen zu erzeugen.
Überprüft Fenster und Türen auf zugige Stellen und dichtet diese ab oder lasst gleich Fenster mit besseren Isolationswerten einbauen. Versiegelt, so vorhanden, Abzugsschächte und –schlitze im Dachboden, und umkleidet Boiler und Warmwasserrohre mit Dämmmaterialien, um Wärmeverlust zu vermeiden.
Weitere Informationen: www.aktion-klimaschutz.de/show_article.cfm?cid=933.
Mit einem umfassenden Energiecheck könnt ihr die Bereiche in eurem Haus identifizieren, die am meisten Energie verbrauchen. Anleitungen zu einem Do-it-yourself-Energiecheck findet ihr ebenfalls unter
www.thema-energie.de/category/show_category.cfm?cid=30.
Hier wird euch Schritt für Schritt erklärt, wie ihr euer Haus unter Berücksichtigung der Bauweise, der Zimmerzahl, der Heizungsart usw. überprüft. Auf der Grundlage dieser Daten erhaltet ihr massgeschneiderte Vorschläge zur Reduzierung des Energieverbrauchs und Angaben zur Höhe der Energiesparpotenziale einzelner Massnahmen. Der durchschnittliche Haushalt, der pro Jahr etwa 1100 Euro für Energie ausgibt, kann durch ein paar simple Energiesparmassnahmen bis zu 330 Euro an Kosten einsparen. Noch besser ist es, Energiechecks durch professionelle Energieberater durchführen zu lassen.
Adressen von Energieberatern in eurer Region erhaltet ihr von eurem Energieversorgungsunternehmen oder staatlichen Energiebüro, beispielsweise unter www.den-ev.de.
Weitere Informationen: www.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,2057181,00.html.
Besonders viel Energie wird in Haushalten für die Erwärmung von Wasser aufgewendet. Hier könnt ihr sparen, indem ihr die Heisswassertemperatur auf maximal 50 Grad Celsius einstellt. Sparen könnt ihr auch, wenn ihr duscht, statt ein Bad zu nehmen, und Durchflussbegrenzer oder Wasserspar-Duschköpfe installiert.
Achtet auf die Wasserverbrauchswerte von Haushaltsgeräten wie Spül- und Waschmaschinen, da manche weniger Heisswasser verbrauchen. Auch wenn man Kleider statt mit heissem mit warmem oder kaltem Wasser wäscht, kann man erhebliche Mengen Energie sparen.
Viele Haushaltsgeräte – darunter Fernseher, DVD-Spieler, Ladegeräte für Handys und alle Geräte, die eine Fernbedienung, ein eingebautes Akkuladegerät, einen internen Speicher, einen Wechselstromadapter, ein permanentes Display oder einen Sensor haben – verbrauchen auch dann Strom, wenn sie „ausgeschaltet“ sind. Bei TV-Geräten beispielsweise ist der Standbymodus für 25 % des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich. Die einzige Möglichkeit sicherzustellen, dass ein Haushaltsgerät auch ausgeschaltet keinen Strom verbraucht, ist, es auszustecken oder an eine Stromleiste anzuschliessen, die ihr dann ausschaltet. (Schaltbare Stromleisten verbrauchen zwar auch Strom, aber weitaus weniger, als Geräte im Standby-Modus kontinuierlich aus dem Netz ziehen.)
Zusätzliche Informationen über Standby-Stromverbrauch findet ihr unter www.energieinfo.de/news/es_strombedarf.html.
Viele moderne Computer verfügen bereits über eine Energiesparoption. Wird diese aktiviert, versetzt sie den Computer nach einer individuell einstellbaren Wartezeit in einen Stromsparmodus. Weil Computer häufig eingeschaltet bleiben, obwohl man sie nicht benutzt, kann man durch die Aktivierung der Energiesparoption den Stromverbrauch eines Computers um bis zu 70 % senken.
Laptops und Tintenstrahldrucker verbrauchen im Vergleich zu PCs beziehungsweise Laserdruckern 90 % weniger Strom, und Farbausdrucke sind energieintensiver als Schwarzweissausdrucke. Wenn möglich, verwendet Multifunktionsgeräte, die drucken, scannen, kopieren und faxen können, da diese unter dem Strich weniger Strom als die Einzelgeräte verbrauchen.
Mehr Informationen über Computer, Drucker und andere Bürogeräte erhaltet ihr unter
www.eu-energystar.org/de/index.html.
Obwohl der Grossteil des Energieverbrauchs aus fossilen Brennstoffen gedeckt wird, entscheiden sich immer mehr und mehr Bürger für Energie aus umweltfreundlichen Quellen wie Sonne, Wind, Erdwärme oder Biomasse.
Mehr zu den verschiedenen alternativen Energieträgern erfahrt ihr unter www.energieportal24.de/p_oekostrom.php
Wind- und Solarenergie gehören zu den am schnellsten wachsenden Energiequellen weltweit.
Weitere Informationen über Solar- und Windenergie erhaltet ihr unter www.solarenergie.com oder www.wind-energie.de.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, an diesem Trend zur Nutzung erneuerbarer Energie zu partizipieren. Immer mehr Hausbesitzer installieren Solarzellen, Windräder oder geothermische Wärmepumpen und produzieren damit ihren eigenen Strom. Man schätzt, dass es in den USA inzwischen 150 000 energieautarke Haushalte gibt, die keinen Strom vom öffentlichen Netz beziehen. Viele weitere haben ihre Abhängigkeit von den Energieversorgern vermindert und nutzen sie nur noch zur Ergänzung ihrer selbst erzeugten erneuerbaren Energie.
Mancherorts können Haushalte, die mehr Strom erzeugen, als sie verbrauchen, den überschüssigen Strom an ihr Versorgungsunternehmen verkaufen. Auf diese Weise können Stromverbraucher nicht nur ihre eigenen Kohlendioxidemissionen vermindern, sondern ihrem Versorger auch noch sauberen Strom liefern.
Weitere Informationen: www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBenergie/Einspeisevergütung.php.
Viele Kommunen, Bundesstaaten und manche Energieversorger bieten Steuervergünstigungen oder Zuschüsse für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien an.
In Deutschland findet ihr Ansprechpartner zum Förderprogramm Erneuerbarer Energien z. B. unter
www.bauen-einrichten.de/Foerdermittel.63.0.html
Aber auch wer selbst keine Energie erzeugen kann, kann grüne Energie nutzen. Viele Energieversorger bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Strom aus umweltfreundlichen Quellen zu beziehen. Die Kosten dafür sind zwar meist etwas höher, aber im Allgemeinen ist der Aufschlag vernachlässigbar und dürfte sinken, wenn mehr Verbraucher diese Option nutzen.
Eine Übersicht über Anbieter von Ökostrom findet ihr unter
www.verivox.de/Power/Carriers_generate.asp?s=oekocarriers.
Eine Liste mit Anbietern von Emissionsausgleichen könnt ihr herunterladen unter
www.germanwatch.org/rio/thg-ad03.htm#Top.
Nahezu ein Drittel des produzierten Kohlendioxids stammt aus Autos, Lastwagen, Flugzeugen und anderen Transportmitteln, die Personen oder Güter von einem Ort zum anderen bringen. Da über 90 % dieses Verkehrs mit Kraftfahrzeugen stattfindet, sind Kraftstoffverbrauchsstandards von entscheidender Bedeutung. In den USA ist der durchschnittliche Spritverbrauch pro 100 Kilometer für Personenwagen in den letzten 10 Jahren allerdings gestiegen, hauptsächlich infolge der zunehmenden Beliebtheit von Geländewagen und Leichtlastkraftwagen. Neue, strengere Verbrauchsstandards für diese Fahrzeugarten werden diesen Trend hoffentlich umkehren, und weitere Fortschritte beim Kraftstoffverbrauch, der Entwicklung alternativer Treibstoffe und der Hybridtechnologie werden umweltfreundlichere Optionen eröffnen. Neben einigen Lösungen, die sich am Horizont abzeichnen, findet ihr hier ein paar Tipps, wie ihr eure verkehrsbedingten Kohlendioxidemissionen sofort reduzieren könnt.
Das durchschnittliche US-Auto setzt pro gefahrenem Kilometer knapp 300 Gramm Kohlendioxid frei. Wer nur 30 Kilometer pro Woche weniger fährt, reduziert damit seine jährlichen CO2-Emissionen um 468 Kilogramm.
Wie ihr euch für bessere Bedingungen für Fussgänger und Radfahrer einsetzen könnt, erfahrt ihr unter
http://www.fuss-ev.de/index_f.html oder
www.adfc.de.
Informationen zur Bildung von regelmässigen Fahrgemeinschaften oder zum Autoteilen in Deutschland findet ihr beispielsweise auf der Homepage des Verkehrsclubs Deutschland unter www.vcd.org oder bei www.freerun.de
Kostengünstige Mitfahrgelegenheiten werden von vielen Mitfahrzentralen vermittelt, beispielsweise www.mitfahrzentrale.de oder www.mitfahrgelegenheit.de.
Weitere Informationen über umwelt- und klimafreundliche Fortbewegungsmittel und –möglichkeiten findet ihr unter www.umweltbundesamt.de/verkehr/index.htm.
Mit ein paar einfachen Tricks könnt ihr den Spritverbrauch eures Autos und eure Treibhausgasemissionen reduzieren. Vermeidet, wenn möglich, Stosszeiten. Erstens spart ihr Zeit, zweitens Sprit. Haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, und das nicht nur aus Sicherheitsgründen: ab 90 km/h nimmt der Spritverbrauch überproportional zu. Vermeidet unnötigen Leerlauf und wartet euren Wagen. Regelmässige Inspektionen verbessern die Leistung und reduzieren die Emissionen. Und plant nach Möglichkeit voraus und erledigt mehrere Dinge pro Fahrt.
Weitere Informationen dazu, wie ihr den Spritverbrauch senken könnt, findet ihr unter www.vcd.org/155.html oder unter www.kfz-auskunft.de/tipps/spritsparen.html.
Der jüngste Anstieg der Spritpreise hat das Interesse an Autos verstärkt, die weniger verbrauchen. Wer sich ein Auto anschafft, das pro Kilometer weniger verbraucht, spart nicht nur Geld an der Tankstelle, er reduziert auch seine persönlichen CO2-Emissionen. Pro Liter Sprit, den ein Automotor verbrennt, werden rund 2,5 kg Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen. Ein Auto, das statt 12 nur 9,5 l/100 km benötigt, stösst auf 100 000 Kilometer über 6,25 Tonnen Kohlendioxid weniger aus. Ein geringerer Spritverbrauch heisst nicht, dass man auf Komfort verzichten muss.
Angaben zum durchschnittlichen Spritverbrauch der meisten Autos findet ihr unter www.vcd.org/vcd_auto_umweltliste.html.
Hybridautos verfügen über einen herkömmlichen Verbrennungsmotor und einen Elektroantrieb, dessen Akkus während der Fahrt geladen werden und deshalb nie an die Steckdose müssen. Da der Elektromotor den Verbrennungsmotor unterstützt, verbrauchen Hybridautos deutlich weniger Sprit – zum Teil unter 5 l/100 km – und sind viel umweltfreundlicher. Die Nachfrage nach solchen Autos steigt stark an, und viele neue Modelle, sind bereits auf dem Markt und kurz vor der Einführung.
Weitere Informationen darüber, wie Hybridautos funktionieren und zum Modellvergleich findet ihr unter
www.alternative-autos.de/html/autos5.html.
„Der Treibstoff der Zukunft wird aus Pflanzen hergestellt werden wie dem Färberbaum, der entlang den Strassen wächst, oder aus Äpfeln, Unkraut, Sägespänen, aus nahezu allem. In jedem Stückchen Pflanzenmasse, das fermentiert werden kann, steckt Treibstoff. Die Jahresernte von einem Hektar Kartoffelacker reicht aus, die für seine Kultivierung notwendigen Maschinen auf 100 Jahre hinaus anzutreiben.“ Diese prophetischen Worte sprach Henry Ford 1925. Heute, gut 80 Jahre später, werden diese Verfahren immer populärer und Biotreibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais, Holz und Sojabohnen erzeugt. Die derzeit am weitesten verbreiteten erneuerbaren Treibstoffe sind Biodiesel und Ethanol.
Weitere Informationen zu diesen und anderen alternativen Treibstoffen findet ihr unter www.iwr.de/treibstoffe.
Eine Wasserstoffbrennstoffzelle ist ein Gerät, das reinen Wasserstoff oder einen Treibstoff mit hohem Wasserstoffgehalt direkt in Energie umwandelt. Autos mit Brennstoffzellenantrieb sind bis zu doppelt so effizient wie herkömmliche Fahrzeuge vergleichbarer Grösse. Mit reinem Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenautos geben keinerlei Schadstoff ab. Allerdings sind Autos mit einem solchen Antrieb noch etliche Jahre von der Marktreife entfernt.
Weitere Informationen zur Brennstoffzellentechnologie findet ihr unter www.diebrennstoffzelle.de.
Telecommuting oder „Telependeln“ ist eine weitere Möglichkeit, euer individuelles Verkehrsaufkommen zu senken. Ihr verbraucht weniger zeit und Energie auf der Strasse und könnt gleichzeitig mehr Zeit auf eure eigentliche Arbeit verwenden.
Weitere Informationen über das Telependeln findet ihr unter www.telewisa.de.
Flugzeuge haben einen hohen CO2-Ausstoss. Wer nur auf einen oder zwei Flüge pro Jahr verzichtet, trägt damit erheblich zum Emissionsrückgang bei. Überlegt, ob sich euer Geschäftsreiseaufwand nicht durch Videokonferenzen oder Telecommuting reduzieren lässt. Wenn sich Flugreisen gar nicht vermeiden lassen, könnt ihr zur Kompensation der Emissionen in umweltfreundliche Projekte investieren.
Informationen zum umweltfreundlichen Reisen findet ihr unter
www.tourism-watch.de/dt/26dt/26.energieverbrauch/index.html.
Weitere Informationen zum persönlichen Emissionsausgleich für Flugreisen findet ihr unter anderem unter www.atmosfair.de.
Wir haben uns an ein Leben im Überfluss gewöhnt, an die enorme Vielfalt von Konsumgütern in den Geschäften und daran, uns mit Schlagworten wie „neu“, „schneller“ und „besser“ zum Konsum verführen zu lassen. Diese Haltung ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir gar nicht mehr erkennen, welchen Preis die Welt um uns herum dafür bezahlt. Wenn wir ein neues Bewusstsein für die direkten Folgen unseres Konsumverhaltens und unseres Lebensstils auf die Umwelt und die Kohlendioxidemissionen entwickeln, können wir unser Verhalten so verändern, dass wir weniger Schaden anrichten. Hier ein paar konkrete Beispiele dafür, wie ihr das erreichen könnt.
Die Herstellung und der Transport von allem, was wir kaufen, verschlingt Energie, mit anderen Worten, bei jedem Produktionsschritt wird Treibhausgas freigesetzt. Ein gutes Mittel, euren indirekten Energieverbrauch zu reduzieren, besteht darin, einfach weniger zu kaufen. Bevor ihr etwas kauft, fragt euch, ob ihr es wirklich benötigt. Reicht nicht das, was ihr bereits habt? Könnt ihr es leihen oder mieten? Oder gebraucht kaufen? Mehr und mehr Menschen machen sich daran, ihr Leben einfacher zu gestalten und weniger zu konsumieren.
Weitere Informationen dazu, wie ihr euren Konsum reduzieren könnt, findet ihr unter www.zukunftsfaehig.de und www.verbraucher.org.
„Reduzieren, wiederverwenden und recyceln“ – lautet das Motto einer wachsenden Zahl von Menschen, die durch Konsumverzicht ihr Abfall- und Emissionsaufkommen reduzieren. Sie kaufen weniger, ziehen langlebige Waren Wegwerfprodukten vor, reparieren Dinge, statt sie wegzuwerfen, und geben Sachen, die sie nicht mehr benötigen, an Leute weiter, die sie nutzen können.
Weitere Informationen zu Recycling und Wiederverwertung findet ihr unter
www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBsonstiges/Recycling.php.
Verpackungen machen rund ein Drittel des Abfalls auf unseren Müllhalden aus. Jahr für Jahr werden gewaltige Mengen an natürlichen Ressourcen und fossilen Brennstoffen für die Herstellung von Materialien wie Papier, Kunststoff, Aluminium, Glas und Styropor verbraucht, in denen die von uns gekauften Produkte verpackt werden. Ein gewisses Mass an Verpackung ist zum Transport und Schutz der Waren natürlich unverzichtbar, aber der Verpackungsaufwand, den die Hersteller betreiben, ist vielfach völlig überzogen und überflüssig. Zeigt diesen Herstellern, was ihr von solchen Exzessen haltet, und boykottiert ihre Produkte. Kauft bevorzugt Produkte, die in Recyclingmaterialien verpackt sind oder auf überflüssige Verpackung verzichten. Wenn möglich, kauft unverpackte Ware und Produkte, die in Pfandflaschen abgefüllt sind.
Weitere Informationen zur Abfallvermeidung findet ihr unter www.nabu.de/m07/m07_02/04492.html.
In den meisten Kommunen gibt es Wertstoffhöfe für die Sammlung und das Recycling von Papier, Glas, Metall, Aluminium, Kunststoffe, Batterien, Baumaterialien und anderen Wertstoffen. Sammlungen, Transport, Sortierung, Säuberung und Wiederaufbereitung dieser Materialien verbraucht zwar auch Energie, aber weitaus weniger als ihre Deponierung und die Herstellung von neuem Papier, Glas und Dosen aus natürlichen Rohstoffen. Würden 100 000 Menschen, die noch nicht recyceln, damit anfangen, dann würden einer Hochrechnung zufolge die jährlichen Kohlendioxidemissionen um 42 000 Tonnen sinken. Über die normalen Materialien hinaus können in einigen dieser Einrichtungen auch Motoröl, Altreifen, Kühlmittel, Asphaltziegel und viele andere Stoffe recycelt werden.
Weitere Informationen zu Recyclingangeboten in eurer Region findet ihr, wenn ihr in eurer Suchmaschine Suchbegriffe wie „Wertstoffhof“ oder „Recycling“ und den Namen eures Wohnortes oder Region eingebt.
Die Papierherstellung rangiert auf dem vierten Platz der energieintensivsten Industrien, ganz zu schweigen davon, dass sie wie kaum eine andere Industrie Schadstoffe ausstösst und zum Abholzen unserer Wälder beiträgt. Woche für Woche muss ein ganzer Wald – eine halbe Million Bäume – gefällt werden, damit die Amerikaner ihre Sonntagszeitungen lesen können. Über das Altpapierrecycling hinaus gibt es mehrere Möglichkeiten, den Papierverbrauch zu reduzieren. Verwendet statt Papiertüchern Stofftücher und Stoffwindeln statt Einwegwindeln. Nutzt, wann immer möglich, beide Seiten eines Blattes. Und wehrt euch gegen unerwünschte Werbesendungen im Briefkasten.
Wie ihr euer Name aus Mailinglisten entfernen könnt, erfahrt ihr unter www.robinsonliste.de.
In Amerika werden jedes Jahr rund 100 Milliarden Einkaufstüten verbraucht. Einer Schätzung zufolge fliessen in den USA pro Jahr über 1,9 Millionen Tonnen Erdöl allein in die Herstellung von Plastiktüten, die nach einem Einkauf auf der Müllhalde landen und dann Jahrhunderte brauchen, bis sie verrottet sind. Auch Papiertüten sind problematisch: Damit die Tüten belastbar genug sind, werden sie aus Neupapier hergestellt, wozu Kohlendioxid absorbierende Bäume gefällt werden müssen. Für die rund 10 Milliarden Papiertüten, die pro Jahr in den USA hergestellt werden, müssen schätzungsweise 15 Millionen Bäume gefällt werden. Nehmt in Zukunft eine Stofftasche oder einen Einkaufskorb mit zum Einkaufen, und wenn ihr dann „Papier oder Plastik?“ gefragt werdet, könnt ihr „Weder noch!“ antworten.
Wenn organische Abfälle wie Küchenreste oder Laub im Normalfall entsorgt werden, landen sie unter Tonnen von anderem Abfall auf Müllhalden. Abgeschnitten von dem Sauerstoff, den sie zur natürlichen Kompostierung benötigen, vergären diese organischen Stoffe, und es entsteht Methan, das gefährlichste Treibhausgas überhaupt, das sich 23-Mal stärker als Kohlendioxid auf die Klimaerwärmung auswirkt. Auf Müllhalden verrottendes organisches Material produziert rund ein Drittel des in den USA von Menschen erzeugten Methans. Werden organische Abfälle dagegen kompostiert, entsteht daraus Kompost, der dem Boden Nährstoffe und Energie zuführt – und darüber hinaus landet weniger Abfall auf den Müllhalden.
Weitere Informationen zur Kompostierung von Bioabfällen findet ihr unter www.bodenwelten.de/bod_schatz/bod_kompost.htm.
Verwendet anstelle von Plastikeinwegflaschen, deren Herstellung erhebliche Mengen an Energie und Ressourcen verschlingt, wiederverwendbare Behälter, die ihr selbst auffüllen könnt. Importiertes Wasser ist abgesehen von den bei der Herstellung der Flaschen anfallenden Emissionen auch deshalb besonders energieineffizient, weil es über weite Strecken transportiert werden muss.
Solltet ihr Bedenken wegen des Geschmacks oder der Qualität eures Leitungswassers haben, könnt ihr kostengünstige Wasseraufbereiter oder –filter verwenden. Eine weitere Möglichkeit ist, grosse Flaschen mit Sprudel oder Saft zu kaufen und für den täglichen Bedarf in kleinere Behälter umzufüllen. Und wäre es angesichts der 25 Milliarden Einwegtassen, die die Amerikaner pro Jahr wegwerfen, nicht angebracht, eine eigene Tasse oder Thermosflasche zu benutzen?
Amerikaner verzehren knapp ein Viertel des gesamten weltweit erzeugten Rindfleischs. Abgesehen von den Gesundheitsrisiken verursacht ein hoher Fleischkonsum auch massive Kohlendioxidemissionen, da im Vergleich zu pflanzlichem Protein für Erzeugung und Transport von Fleisch weitaus mehr Energie aufgewendet werden muss.
Darüber hinaus ist ein Grossteil der globalen Entwaldung Folge der Rodung für Weideland, was umso schlimmer ist, als dadurch Bäume vernichtet werden, die ansonsten Kohlendioxid absorbiert hätten. Der Anbau von Obst, Gemüse und Getreide dagegen benötigt 95 % weniger Energie, Nahrungsmittel, die eine vollwertige und gesunde Ernährung ermöglichen. Würden mehr Menschen auf eine weniger fleischhaltige Ernährung umsteigen, könnten wir dadurch die CO2-Emission deutlich senken und Wasser und andere wertvolle natürliche Ressourcen einsparen.
Weitere Informationen über umweltbewusste Ernährung findet ihr unter
http://koerber.ernaehrungsoekologie.de/was ist/wasisteoe.pdf.
Abgesehen von den Umweltfolgen, die mit der Herstellung der von euch gekauften Prosukten verbunden sind, müsst ihr auch die Folgen der CO2-Emissionen aus dem Transport dieser Produkte in allen Herstellungsphasen berücksichtigen. Ein Stück Fleisch etwa, das in den USA auf den Teller kommt, wurde im Durchschnitt knapp 2000 Kilometer per Lastwagen, Schiff und/oder Flugzeug transportiert. In vielen Fällen verschlingt der Transport von Nahrungsmitteln zum Verbraucher m ehr Kalorien an Form fossiler Energien, als die Nahrungsmittel selbst enthalten. Es ist weitaus effizienter, Nahrungsmittel zu kaufen, die vor Ort erzeugt wurden.
Kauft so oft wie möglich auf lokalen Bauernmärkten oder von regionalen Erzeugern ein. Richtet eure Ernährungsgewohnheiten auf das saisonale Angebot in eurer Region aus und verzichtet auf Nahrungsmittel, die über grosse Entfernungen angekarrt werden müssen.
Weitere Informationen über lokal erzeugte Nahrungsmittel und darüber, wie ihr die Klimaerwärmung mit Messer und Gabel bekämpfen könnt, findet ihr unter www.oekolandbau.de.
Unser Einsatz zur Lösung der Klimakrise kann weit über die Dinge hinausreichen, die jeder von uns unternimmt, um seine Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Wenn wir uns informieren, was zum Schutz der Umwelt getan wird, können wir andere aufklären und dazu bewegen, sich selbst zu engagieren. Wir können das Problembewusstsein der Menschen in unserer Nachbarschaft, in unserer Schule oder an unserem Arbeitsplatz stärken und nach Wegen suchen, Klimaschutzprogramme in diesen und anderen Gemeinschaften umzusetzen. Als Bürger einer Demokratie können wir gezielt die Kandidaten unterstützen, die bewiesen haben, dass sie sich für die Umwelt einsetzen, und wir können unser Recht wahrnehmen, für Politiker zu stimmen, die der Nachhaltigkeit verpflichtet sind. Wir können unsere Ablehnung kundtun, wenn unsere gewählten Führer eine Politik verfolgen, die der Umwelt schadet, und wir können Lobbyarbeit für Programme und Massnahmen leisten, die die globale Kooperation in dieser Sache fördern. Als Konsumenten können wir unsere Kauf- und Investitionskraft dazu benutzen, Unternehmen und Geschäfte zu unterstützen, die Verantwortungsbewusstsein und Führungsqualität beweisen – und solche bestrafen, die das Problem vernachlässigen oder ignorieren.
Im Internet gibt es viele Websites, auf denen ihr weitere Informationen über den Klimawandel und die globale Erwärmung findet. Ein paar gute Startseiten sind:
www.gcn.de
www.germanwatch.org
www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBboden/Klimawandel.php
www.vistaverde.de
www.greenpeace.de/themen/klima/klimawandel
Teilt euer Wissen mit anderen. Sprecht mit eurer Familie, euren Freunden und euren Kollegen über den Klimawandel und darüber, was sie dagegen tun können. Wenn ihr die Möglichkeit habt, sprecht vor grösserem Publikum darüber oder schreibt einen Beitrag oder einen Leserbrief für eure Lokalzeitung oder Schülerzeitung. Gebt oder zeigt anderen dieses Buch oder andere Publikationen, die dazu beitragen können, Menschen die Bedeutung des Problems zu vermitteln.
Setzt euch für die Reduktion der Treibhausgasemissionen auch im öffentlichen Bereich ein, und ermutigt andere aktiv und direkt zu verantwortungsbewusstem Handeln. Sucht nach Mitteln und Wegen, wie ihr andere am Arbeitsplatz, in der Schule, am Ort der Andacht und so weiter beeinflussen und aufklären könnt.
Sucht nach Herstellern und Geschäften, die Massnahmen zur Emissionsreduzierung ergreifen und ihr Unternehmen auf ökologisch verantwortungsvolle Weise betreiben. Unterstützt diese Unternehmen, indem ihr ihre Produkte kauft und in ihren Geschäften einkauft. Zeigt Unternehmen, die sich nicht um die Umwelt kümmern, eure Ablehnung, und lasst diese wissen, dass ihr sie boykottieren werdet, solange sie weiterhin Energie verschwenden.
Weitere Informationen über die Umweltpraktiken und –massnahmen der Unternehmen, deren Produkte ihr kauft, findet ihr unter www.imug.de/institut/projekte/projekte.htm.
Wenn ihr Geld investiert, solltet ihr die Folgen eurer Investition auf den Klimawandel bedenken. Ob ihr Geld auf ein Konto einer Bank oder Sparkasse legt, Aktien kauft, zur Alterssicherung Anteile an Investmentfonds erwerbt oder in Sparpläne für die spätere Ausbildung eurer Kinder investiert, wohin euer Geld geht, ist wichtig.
Für Sparer und Investoren stehen Instrumente bereit, die sicherstellen, dass ihr Geld in Unternehmen, Produkte und Projekte investiert wird, die den Klimawandel und andere Nachhaltigkeitsthemen berücksichtigen. Wer beim Investieren auf Nachhaltigkeit achtet, muss keine Renditeeinbussen befürchten. Im Gegenteil, wie viele grosse Investitionsgesellschaften bereits erkannt haben, werfen solche Investitionen sogar oft höhere Renditen ab.
Weitere Informationen zum nachhaltigen Investieren findet ihr unter https://sslsites.de/samuelbegasse.de/inv_fonds.php.
Wie ihr durch verantwortungsbewusstes Investieren einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leistet, die globale Nachhaltigkeit unterstützt und finanziell profitieren könnt, erfahrt ihr zum Beispiel unter www.germanwatch.org/rio.
Der Klimawandel ist ein globales Problem, und was ihr persönlich dagegen unternehmt, ist ein wichtiger erster Schritt zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in eurem Land und auf der ganzen Welt. Da der Klimawandel für unsere Regierungen eine fundamentale politische Herausforderung darstellt, kann jeder Einzelne von uns etwas bewirken, wenn er seine gewählten Vertreter dazu drängt, Massnahmen im Kampf gegen den Treibhauseffekt zu unterstützen.
Auf allen staatlichen Ebenen werden routinemässig Entscheidungen mit potenziellen Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen getroffen. Zahlreiche US-Städte haben beschlossen, ihre Emissionen entsprechend der Menge zu reduzieren, zu der die Vereinigten Staaten verpflichtet wären, hätten sie das internationale Kyoto-Protokoll unterzeichnet, nach dem die Signatarstaaten ihre Treibhausgasemissionen vermindern müssen. Bis zum Dezember 2995 haben sich 194 amerikanische Städte mit insgesamt 40 Millionen Einwohnern im Rahmen des U.S. Mayors Climate Protection Agreement, des Klimaschutzabkommens der US-Bürgermeister, dazu verpflichtet.
In Europa haben sich seit 1990 bereits über 1000 gegen den Klimawandel engagierte Kommunen und Landkreise im Klima-Bündnis zusammengeschlossen.
Informationen dazu: www.klimabuendnis.org/buendnis/klima.htm.
Wir müssen von der amerikanischen Regierung ein weitaus stärkeres Engagement gegen den Klimawandel fordern. Wenn wir unsere Ansichten nicht laut und deutlich vertreten, werden die Konzerne und Industrieverbände, die sich hartnäckig gegen gesetzlich vorgeschriebene Reduzierungen oder Treibhausgasemissionen wehren, auch weiterhin die Oberhand behalten.
Es gibt viele Organisationen, die grossartige Arbeit zur Lösung der Klimakrise leisten, und sie alle können Unterstützung gebrauchen. Macht euch kundig über diese Gruppen und engagiert euch. Ein paar der bekanntesten Organisationen sind:
Greenpeace: www.greenpeace.de
BUND: https://www.bund.net
Robin Wood: www.umwelt.org/robin-wood/german