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UNO-Klimabericht

Dieses Jahr ist der 4. UNO-Klimabericht erschienen, welcher jeweils vom IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, zwischenstaatlicher Ausschuss zum Klimawandel) erstellt wird. 2500 Forscher und 450 Hauptautoren haben im Laufe von 6 Jahren an dem Bericht gearbeitet. Der erste von insgesamt 3 Teilen wurde am 2. Februar 2007 als Zusammenfassung für Politiker der Presse vorgestellt:

Dieser erste Teil des UNO-Klimaberichts enthält die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels und prognostiziert die weitere Entwicklung unseres Klimas aufgrund verschiedener Modelle.

IPCC Working Group 1: The Physical Science Basis of Climate Change

Der zweite Teil wurde am 6. April 2007 in Brüssel publiziert und setzt sich mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung sowie möglichen Anpassungsmassnahmen auseinander:

IPCC Working Group 2: Climate Change Impacts, Adaption and Vulnerability

Der dritte Teil ist am 4. Mai in Bangkok veröffentlicht worden und geht auf die Frage ein, wie sich der Klimawandel durch menschliches Verhalten bremsen lässt.

1. Teil

Eine Zusammenstellung der zentralen Aussagen von Teil 1 des UNO-Klimabericht (sda/dpa):

2. Teil

Teil 2 des UNO-Klimaberichts geht unter anderem auf die regionalen Auswirkungen des Klimawandels ein. Nachfolgend eine Zusammenfassung, geordnet nach Erdregionen (sda/dpa):

Afrika

In AFRIKA werden wegen des Klimawandels bis 2020 zwischen 75 Millionen und 250 Millionen Menschen an Wassermangel leiden, der auch die Versorgung mit Lebensmitteln beeinträchtigt. In einigen Regionen könnten sich die auf Regen basierenden Erträge bis 2020 bis zur Hälfte verringern.

Der Klimawandel verringert zudem die landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht zahlreiche Städte. Die weitere Zerstörung von Mangrovengürteln und Korallenriffen wird sowohl für die Fischerei als auch für den Fremdenverkehr negative Folgen haben. Die Forscher erwarten zudem einen Rückgang des Fischfangs in den grossen Seen.

Asien

In ASIEN wird die Gletscherschmelze im Himalaya-Gebiet Überschwemmungen und Bergstürze zur Folge haben. Die Menschen im Bereich der grossen Flussdeltas in Süd-, Ost- und Südostasien werden Probleme mit der Süsswasserversorgung bekommen.

Bis 2050 könnten mehr als eine Milliarde Menschen betroffen sein. Probleme bringt auch der steigende Meeresspiegel. Der Bericht erwartet Krankheits- und Todesfälle durch mehr Fluten. Die Probleme mit der Cholera in Südasien werden zunehmen.

Australien

Die Probleme der Wasserversorgung werden sich bis 2030 in grossen Teilen AUSTRALIENS deutlich verstärken. In vielen zum Weltnaturerbe zählenden Ökosystemen wird es schon bis 2020 wahrscheinlich zu einem Artensterben kommen - unter anderem im Great Barrier Reef, dem grössten Korallenriff der Welt.

Bei einem leichten Temperaturzuwachs werden Neuseeland und einige Teile Südaustraliens wahrscheinlich längere Vegetationsperioden, ein geringeres Frostrisiko und einen geringeren Energiebedarf im Winter bekommen. Die Region hat laut dem Bericht vergleichweise gute Möglichkeiten, sich anzupassen.

Europa

Der Klimawandel bringt EUROPA im Süden sehr wahrscheinlich ein höheres Gesundheitsrisiko durch Hitzewellen, mehr Flächenbrände und eine Gefährdung der Ernteerträge.

Im Norden des Kontinents wird es wahrscheinlich zu einigen Vorteilen in Gestalt verringerter Kälteperioden und grösserer Erträge kommen. Die weiter steigenden Temperaturen werden diese Vorteile jedoch aufwiegen. In einigen Regionen könnten bis zum Jahr 2080 bis zu 60 Prozent der Arten aussterben.

Lateinamerika

LATEINAMERIKA wird im östlichen Amazonien bis zur Mitte des Jahrhunderts tropische Urwälder verlieren, die zu Savannen werden. Das Aussterben zahlreicher Arten ist wahrscheinlich. In trockeneren Gebieten werden Versalzung und Versteppung des Ackerbodens erwartet.

In den gemässigten Zonen wird hingegen der Ertrag von Soja steigen. Die Verbreitungsgebiete der südostpazifischen Fischbestände werden sich verschieben. Die Verfügbarkeit von Süsswasser wird sich verringern.

Nordamerika

Für NORDAMERIKA erwarten die Forscher in den westlichen Gebirgen einen Rückgang der Schneedecke. Schädlingsbefall, Krankheiten und Brände werden sich wahrscheinlich vermehrt auf die Wälder auswirken. Bereits jetzt von Hitze betroffene Städte werden viel mehr Hitzewellen bekommen, was besonders die wachsende Gruppe älterer Menschen gefährdet.

Die aktuelle Anpassung ist dem Bericht zufolge unzureichend, die Vorbereitung auf eine wachsende Bedrohung gering. Je nach Region kann es durch den Klimawandel zunächst zu einer Steigerung der Erträge zwischen 5 und 20 Prozent kommen.

Polarregionen

In den POLARREGIONEN werden eine Abnahme von Dicke und Ausdehnung der Gletscher und Eisfelder vorhergesagt. Auch das Meereis und die Permafrostböden schrumpfen - mit schädlichen Folgen für wandernde Vogelarten, viele Säuge- und Raubtiere.

Für die Menschen in der Region kommt es zu positiven als auch zu negativen Auswirkungen auf Infrastruktur und den Verkehr. Zu den Vorteilen zählen kürzere Seefahrtsrouten und geringere Heizkosten. In beiden Polarregionen steigt die Gefahr, dass fremde Arten einwandern. Um die Lebensweise der Menschen zu bewahren sind "substanzielle" Hilfen nötig.

Inseln

Die kleinen INSELN werden durch den Anstieg des Meeresspiegels, Stürme und Erosion bedroht. Die Süsswasserreserven auf den kleinen Eilanden sind wahrscheinlich ernsthaft gefährdet und können den Bedarf des Menschen in Zeiten geringen Regens nicht mehr decken. Auch hier werden fremde Arten einwandern. Die Zerstörung von Stränden und das Bleichen der Korallen werden die Inseln zudem für Touristen unattraktiver machen.

Weiterführendes

1.Teil des IPCC-Klimaberichts auf einen Blick

IPCC - Treibhausgasinventar

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,476040,00.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,463970,00.html

http://www.ignoranz.ch/item/uno-klimabericht-nicht-weckruf-sondern-alamrsirene/

http://www.heute-online.ch/wissen/hintergrund/artikel54553

http://www.news.ch/UNO+Klimabericht+zeichnet+Horrorszenario/265055/detail.htm?ref=rss

http://www.nzz.ch/2007/01/25/vm/newzzEXDPKK7H-12.html

http://www.nzz.ch/2007/02/03/al/articleEW2W7.html

http://www.lgu.li/artikel/uno-klimabericht-lgu-fordert-zum-handeln-auf/

http://www.klimainfo.ch/Single_News.41.0.html?&cHash=6490144fb1&tx_ttnews[tt_news]=1034&tx_ttnews[backPid]=41&cHash=c6bcabf89e

http://www.klimainfo.ch/Single_News.41.0.html?&cHash=6490144fb1&tx_ttnews[tt_news]=982&tx_ttnews[backPid]=41&cHash=766523d4ec

http://www.klimainfo.ch/Single_News.41.0.html?&cHash=6490144fb1&tx_ttnews[tt_news]=967&tx_ttnews[backPid]=41&cHash=0b7a4ae5f1

http://www.klimainfo.ch/Single_News.41.0.html?&cHash=766523d4ec&tx_ttnews[tt_news]=941&tx_ttnews[backPid]=41&cHash=48be39653f


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